Stedingen
im Jahre 1234
und wer sich u.a. damit
beschäftigte
(auf die vielen
Romane und Bücher gehe ich auf dieser Seite nicht ein)
Die Schlacht bei
Altenesch im Jahr 1234
haben zwei Heimatmaler in mehreren Bildern dargestellt:
| Bernard
Winter
mit 20 Steinzeichnungen |
Armand Vilter
mit 47 Linolschnitte |
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| ein Beispiel von B. Winter: | ein Beispiel von A. Vilter: | |
© B. Winter |
© A. Vilter |
|
Prof. B. Winter hat auch die Stedinger-Gedenkhalle in der Turmhalle der St Äegidius Kirche zu Berne mit 4 Sgraffito-Bilder ausgemalt. |
Hermann Allmers, der 1821 in Rechtenfleth geborene Marschendichter, ließ in seinem Haus (das Allmers- bzw. Marschenheim) einen Marschensaal ausmalen. Die wesentlichen Bilder und Fresken stammen von seinen Malerfreund Heinrich Freiherr von Dörnberg.
Zwei
Gemälde in der Eingangshalle zum Marschensaal
- Landung der Römer in den Marschen
- Verkündigung des Christentums
Im
Marschensaal:
- Urzeit der Marschen
- Gründung der Deiche
- Bauernschlacht ((Die Stedingerschlacht) siehe nachfolgendes Bild)
- Wassernot
- Bauerngericht unter der "Stahleiche" zu Hagen
- Gegenwart der Marschen

© Heinrich
Freiherr von Dörnberg (1831-1905)
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Hermann Allmers |
„Bauernschlacht“ |
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Nur wen'gen
Marschen war's beschieden Es hat noch jede
Bauerschlacht |

"Untergang der Stedinger in der Schlacht bei Altenesch" Holzstich ca. 1870

Holzstich ca. 1870-80 "Heldentod der Stedinger" von Johannes Gehrts
heute nehmen sich zwei Mittelaltergruppen diese Zeit zur Vorlage:
"Die Stedinger",
eine Mittelaltergruppe aus Bremen ![]()
mit Linksammlung
Homepage: http://www.andurg.kn-bremen.de/stedinger/
oder unter
http://www.stedinger.de
"Magnanimitas"
, die Ritter aus Oldenburg (die
Gegenspieler
der Stedinger)
Homepage:
http://www.magnanimitas.de
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Lied
von D. G. Braue aus Bettingbüren, |
„Min Stegeland“ |
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An'n Hunte- und am
Weser-Strand liggt moy us' leewe Stegeland. Dar up de
Weiden all' umher, bidt fedde Vehde Und liggt de Snee bi
Winterdag, woll up de wiede De Mannslü brav und
fast und ernst, sittsam de Froven |
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„Lewer dod als Slav !“ |
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Du prächtig Wort:
"Lieber tot als Sklav !" |
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„De Bur is free un is keen Knecht“ |
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De
Bur is free un is kien Knecht, De
groten Herrn willt Tins un Stür, Se
keem’n in Isen, dusend Mann; De
groten Herrn de köent us durn, |
Dieses Gedicht soll sich auf das Jahr 1233
beziehen, als ein Ritterheer bei Hemmelskamp durch die Stedinger vernichtend
geschlagen wurde.
(Quelle: Dr. Enno Meyer „Quellen zur Regionalgeschichte
Nordwest-Niedersachsens Heft 2“)
Dies ist nach meinen Recherchen nicht
ganz korrekt, denn die Stedinger siegten zwar zweimal gegen die Ritter des
Erzbischofs doch nicht bei Hemmelskamp.
Bei Hemmelskamp kam es zur Niederlage, die als "Schlacht von Altenesch" in
die Geschichte einging.
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Im Jahre 1234 fand dann die Schlacht bei Hemmelskamp (an der Ochtum)
statt, hier erleiden die Stedinger eine vernichtende Niederlage gegen das
Kreuzfahrerheer.
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"600 Jahrfeier"
Auf Anregung des
Altenescher Pastor "Gerhard Steinfeld", wird am 600. Jahrestag ein
Obelisk zum Gedenken der Schlacht errichtet.
(An der Stelle der ehm. St. Veit-Kapelle)
Diese Gedenkstätte wurde damals als "Stedingsehre"
bezeichnet, heute wird diese Gedenkstätte als "St.-Veit
Denkmal" bezeichnet.
Das "St.-Veit Denkmal" wurde im Jahr 2000 renoviert.
| Einfassung des
Obelisken: (gestiftet 1835 vom Großherzog v. Oldenburg) Entwurf von Architekt Hrn. Thätjenhorst gefertigt in Vegesack
|
Entwurf
von Buschmann / Thätjenhorst,
|
Inschriften:
| von
vorne: gegen Norden |
Den im Kampfe für Freyheit und Glauben auf diesem Schlachtfelde gefallenen Stedingern |
| links: gegen Osten |
Am 27.May 1234 unterlag den mächtigen Feinden das tapfere Volk |
| rechts: gegen Westen |
Bolko
von Bardenfleth Thammo von Huntorp Detmar vom Dieke fielen als Führer mit ihren Brüdern |
| von
hinten: gegen Süden |
Am Jahrestag der Schlacht 1834 geweiht von späten Nachkommem |
"700 Jahrfeier"
Die Schlacht bei Altenesch wurde im Jahr 1934 durch die NSDAP durch eine 700 Jahrfeier demagogisch umgesetzt:
Nachdem Carl Röver (*1889 in Lemwerder) am 05.05.1933 Reichsstatthalter von Oldenburg und Bremen geworden ist, beauftragte er den niederdeutschen Schriftsteller August Hinrichs mit der Erstellung eines Bühnenstückes zum Gedenken an die Schlacht bei Altenesch.
26.Mai 1934 um 18:00, es ist der Vorabend zur 700 Jahrfeier in
Altenesch.
Auf dem Marktplatz
von Berne wird eine Gedenkfeier gehalten, dieser Feier wohnen der Reichsstatthalter
von Oldenburg, Carl Röver, und der Reichsleiter Alfred Rosenberg und der oldenburgische Ministerpräsident
Georg Joel bei.
Am Sonntag dem 27. Mai 1934 (dem Tage der 700 Jahrfeier) wurde auf
dem "historischen"
Schlachtfeld bei Altenesch (auf einer extra für diese Feier aufgebauten Freilichtbühne)
das Spiel des niederdeutschen Schriftstellers August
Hinrichs (1879-1956) "De Stedinge" -Spiel vom Untergang eines Volkes- vor
30.000 bis 40.000
Besuchern uraufgeführt.
(Die Freilichtbühne befand sich auf
"Hennings Hof" in
Altenesch, mit einer extra für das Spiel nachgebauten Altenescher Kirche. Mitgewirkt haben bei diesem Spiel ca.
300 Bewohner der Gemeinde Altenesch
und ca. 70 Pferde.)
| Anwesend waren: | Gauleiter
und Reichsstatthalter von Oldenburg, Carl Röver, Reichsstatthalter von Mecklenburg, Hildebrand, Reichsleiter, Alfred Rosenberg, der oldenburgische Ministerpräsident, Georg Joel, Schlesiens Gauleiter, Helmut Brückner, Reichsbauernführer und Reichsernährungsminister, Walther Darré. |
27.05.1934
auf dem Festplatz HenningsHof / HenningsWeide
Am 30. Mai 1934 wird das Stück erneut vor 20.000 Kinder am Jugendtag aufgeführt.
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Auf dem Bookholzberg bei
Gruppenbühren beginnen die Arbeiten zur „Niederdeutsche Kultstätte
Stedingsehre“.
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Grundsteinlegung am 29.10.1934 << auf den sogenannten
"Thingplatz auf dem Bookholzberg"
Die Freilichtbühne wird
am 13.07. 1935 eingeweiht.
In Anwesenheit von Himmler, Darré und Rosenberg
Das Leitmotiv ändert sich von "Lieber tot als Sklav" in "Nicht in die Knie".
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Plakat aus dem Jahre 1935: |
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Zum Gedenken an die 700 Jahrfeier wird dann dort das Stück "De Stedinge"
-Freiheitkampf der Stedinger- aufgeführt.
Zwischen 1935 und 1937 sehen dort ca. 230.000 Besucher diese Aufführung.
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Diese
Scheine gab es auch als 2, 10 und 20 Reichs Mark
Erwirb einen Baustein
für "Stedingsehre"! ,
so wurde um 1937 Geld für den weiteren Ausbau gesammelt.
Die Freilichtbühne wird von „Niederdeutsche Kultstätte Stedingsehre“ in die „Niederdeutsche Gedenkstätte Stedingsehre“ umbenannt.
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Titelbild
des Programmheftes |
Spielszene |
Bilder
von der Freilichtbühne ca. 1937 (Postkartenausschnitte)
Das Dorf besteht nun aus der neuen Kirche und 9 Bauernhöfen
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